

Unser Therapiebegleithund Clemens
An dieser Stelle möchten wir einen Einblick in unsere Arbeit geben.
Die Steinfurter Therapiebegleithund-Methode will Hunde und Therapeuten so schulen, dass Hunde als Ergänzung und Unterstützung in der Therapie und Förderung kranker, alter und/oder behinderter Menschen eingesetzt werden können. Hierbei werden hohe Anforderungen sowohl an den Hund, als auch an den Begleiter gestellt. Es soll eine deutliche Abgrenzung zum sogenannten Streichel- oder Besuchshund erkennbar sein, welcher in der Regel von Ehrenamtlichen geführt wird und hauptsächlich dem allgemeinen Wohlbefinden dient.
Der Steinfurter Therapiebegleithund ist ein Therapeutikum, mit dem ich meine Therapie und pädagogische Förderung qualitativ verbessern, erweitern und vertiefen kann.

In der tiergestützten Arbeit mit Hunden machen wir uns die wertfreie Begegnung des Hundes gegenüber einem Menschen zu Nutze. Der Hund hat somit in vielerlei Hinsicht eine positive Wirkung auf den Menschen.
Der Hund kann Vermittler sein zwischen Mensch und Therapeut/in: als sozialer Katalysator, als Eisbrecher und Brückenbauer, als Co-Therapeut und Animateur.
(Quelle: Röger-Lakenbrink: Das Therapiehundeteam, Kynos Verlag 2010)
Auch wenn die bisherigen Einsatzerfolge nicht immer wissenschaftlich untermauert sind, ist der heilsame Einfluss auf die menschliche physische und psychische Verfassung unumstritten.
In der tiergestützten Therapie werden zielgerichtete Interventionen im Zusammenhang mit Tieren von therapeutisch qualifizierten Personen wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Logopäden im Hinblick auf das Therapieziel und den Therapieplan durchgeführt.
Je nach Therapiekonzept wird das spezifisch trainierte Tier als integraler Bestandteil in die Behandlung mit einbezogen.
Dabei können diese Interventionen sowohl im freien Spiel, direkt therapeutisch gelenkt oder auch unter Einsatz von Ritualen stattfinden.
Die Förderziele für die tiergestützte Arbeit im senso-motorischen Bereich und somit in der physiotherapeutischen Behandlung liegen im Bereich der Körperwahrnehmung und des Körperbewusstseins. Hierunter verstehen wir ein Gleichgewichts- und Koordinationstraining unter Einbeziehung unserer Sinnessysteme wie auch die Schulung unserer Sinne.
Positive Auswirkungen erzielen wir nebenbei möglicherweise durch einen Vertrauensaufbau zum Tier, Überwindung von Ängsten, Steigerung des Selbstwertgefühls, Aufbau von Verantwortungsbewusstsein, Einhalten von Regeln im Umgang mit dem Tier (sozial-emotionaler Bereich).
Zu den Förderzielen im kognitiven Bereich zählen Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, Merkfähigkeit, Sprachfähigkeit und Sprechbereitschaft sowie Sprachverständnis und Begriffsbildung. Diese therapeutischen Schwerpunkte finden sich vorwiegend in der Logopädie oder auch in der Ergotherapie.
Die Förderziele und therapeutischen Wirkweisen lassen sich nicht strikt voneinander trennen, sondern greifen ineinander und finden in allen genannten Berufsgruppen ihre Berücksichtigung.
Die folgenden Bilder zeigen einige erlernte Kommandos unseres Therapiebegleithundes, welche für die tiergestützte Arbeit wichtig sind:
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Mit dem Kommando "Leg Dich" beginnen wir das Lagern eines Patienten am Hund. Dieses "Lagern am Hund" bietet die Möglichkeit einer engen Kontaktaufnahme zum Hund, die Wärme des Hundes kann erspürt werden und Menschen mit körperlichen Einschränkungen erfahren so die Möglichkeit den Hund zu streicheln. Ein Therapiebegleithund hat gelernt hier abzuwarten und Nähe oder auch Enge in den gewünschten Positionen über einen begrenzten Zeitraum auszuhalten. Das Lagern des Hundes am Patienten unterstützt Basale Stimulationen im Bereich der Wahrnehmungsförderung, steigert Wachheit und Aufmerksamkeit und fördert so auch motorische Reaktionen.
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Das nebenstehende Bild zeigt Cordula Karsten (www.therapiehunde-sprockhoevel.de) mit ihren beiden Therapiebegleithunden Tessa und Lilli. Frau Karsten ist Erzieherin und Entspannungspädagogin und hat sich auf die "Pädagogik mit Hund" spezialisiert.